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Geschichte

Vehrter Geschichte

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Steinzeit

In der zum Kirchspiel Belm gehörenden Bauerschaft Vehrte lassen sich die Spuren der menschlichen Besiedlung bis zum Beginn der Jungsteinzeit (etwa 3500 v. Chr.) nachweisen.

Zwei Großsteingräber - im Volksmund "Teufel`s Backtrog" und "Teufel`s Backofen" genannt - deuten darauf hin.

Im Westteil der Gemeinde Vehrte sind einzelne Hügelgräber zu finden.

Zeugen aus dieser Zeit und somit erwähnenswert sind auch der im Norden von Vehrte, mit Sagen verbundene "Süntelstein" und der "Butterstein" im Gattberg. Bei beiden Granitblöcken streiten sich noch heute die Gelehrten über deren Nutzung und Bedeutung.

 

Zeitenwende

Um die Zeitenwende herum lag der Ort vermutlich im Einflussbereich der Cherusker. Diese Vermutung wird gestützt durch die nur wenige Kilometer entfernt, im heutigen Kalkriese, geführte kriegerische Auseinandersetzung mit den Truppen des Varus. Dabei wurden 3 römische Legionen von den vereinigten germanischen Stämme unter der Führung des Cheruskerfürsten Arminus vernichtet. Ausführliche Informationen über diese "Schlacht im Teutoburger Wald" erhalten Sie unter der Adresse: http://www.kalkriese-varusschlacht.de.

ca 700 n.Chr

Das Gebiet von Vehrte wurde später durch die Sachsen besiedelt, die die weiter im Süden seßhaften Frankenstämme bedrängten. Im Jahre 772 n. Chr. begannen die über 30 Jahre dauernden Sachsenkriege, die mit einer Niederlage der Sachsen endeten. Der Sachsenherzog Wittekind wurde besiegt und sein Gebiet in das Frankenreich eingegliedert. Bereits im Jahre 780 wurde dann die Diözese Osnabrück gegründet und das Gebiet christianisiert.

 

ca 800 n.Chr.

Einzelne Höfe in Vehrte stammen wohl noch aus dieser vorchristlichen Zeit. Die meisten sogenannten heute als Voll- und Halberbenhöfe benannten Hofstellen sind um 800 n. Chr. entstanden. Aus diesen Ansiedlungen entstanden dann 1050  Astrup. Ob Vehrte zu Astrup gehörte, ist nicht ganz klar. Die erste Urkundliche Erwähnung vehrte als "Verete"  geschah um 1200 n. Chr. in den Aufzeichnungen des Mönches und Domprobstes Lentholt.

ca 1200 n.Chr.

Um diese Zeit wird auch der Ritter Apollonius van Vehrte namentlich genannt. Der Sitz dieser Familie war in der Nähe des Wieboldhofes (Mönning heute Klemann).

Die Bauerschaft  Vehrte gehörte wie die Bauerschaften Icker, Powe Haltern, Wellingen, darum, Gretesch und Lüstringen immer zum Kirchspiel Belm. Die Bauerhaften wurden später eigenständige Gemeinden.

Die erste Kirche entstand dort im 9. Jahrhundert und wurde im 11. Jahrhundert durch einen Neubau ersetzt. Der Kirchturm der Belmer St. Dionysiuskirche ist noch erhalten. Das heutige Kirchenschiff wurde um 1250 gebaut.

 

ab 1850 n.Chr

Bekannt wurde Vehrte durch die Gewinnung der "Schwarzen Kreide", die bis 1960 im Tagebau gewonnen wurde und in ganz Europa verwendet wurde. Durch den Bau der Eisenbahn und der Inbetriebnahme des Vehrter Bahnhofes verbesserten sich die Absatzmöglichkeiten der "Schwarzen Kreide" und die Bevölkerungszahl von Vehrte stieg langsam an.
Viele Leute aus dem Venner Raum zogen wegen der guten Bahnanbindung nach Vehrte.

 

Heute hat sich die Ortsstruktur von Vehrte völlig geändert. Aus der eigenständigen Gemeinde Vehrte ist seit 1972 ein Teil der heutigen Gemeinde Belm geworden. Schule, Ärzte und Einkaufsmarkt gehören wie eine Kirche ganz selbstverständlich zum Ortsbild. Vehrte ist mittlerweile zu einem Pendlervorort der Stadt Osnabrück geworden. Die Segnungen der Zivilisation haben den einst verträumten Ort erreicht. Es bleibt zu hoffen, der noch hier und da vorhandene dörfliche Charakter erhalten bleibt. Dazu tragen in nicht unbeträchtlichem Maße die dörflichen Vereine bei.

Vehrte hat heute in ca. 1300 Haushalten ca. 3000 Einwohner.

Schlagbaum

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Schlagbaum für Wegegeld


An zahlreichen öffentlichen Wegen und Strassen wurde im 19. Jahrhundert und teilweise auch noch zu Beginn des 20. Jahrhundert sogenannte "Wegegelder" erhoben. Diese Wegegelder dienten der Instandhaltung der Wege und dem Strassenbau. Zu diesem Zweck wurde an dafür geeigneten Stellen ein Schlagbaum aufgestellt und eine "Wegegeld-Hebestelle" eingerichtet.

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Das Regenrückhaltebecken an der Nette

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Im Jahre 1994 wurde in Vehrte im Verlauf der Nette auf einem Gelände von ca. 4 ha ein von Wanderwegen umgebenes Regenrückhaltebecken gebaut. Die effektive Wasseroberfläche beträgt ca. 13000 Quadratmeter bei einem Stauvolumen von 17000 Kubikmeter.

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